Wannst net fort muaßt, so bleib?

Autorinnen aus Oberösterreich erzählen

Heimat erscheint hier nicht als etwas Abgeschlossenes, sondern als etwas Wandelbares. Sie verändert sich mit den Menschen. Aus der Distanz wird manches klarer, anderes brüchiger. Es sind diese feinen Verschiebungen, die interessieren: Wann entsteht Zugehörigkeit, wann Fremdheit? Was bleibt, wenn man geht, und was trägt man unbewusst weiter?

Die Geschichten versammeln unterschiedliche, teils überraschende Deutungen von Heimat: als Landschaft wie das Mühlviertel, als konkreter Ort wie das Café Traxlmayr, als Person wie Tante Rosi, als Lebensmittelpunkt, oder als Bindung, von der man sich lösen möchte. In einer Erzählung fragt die Großmutter: „Ist Heimat hier auf Erden oder im Himmel?“ Oder „man müsse nicht aus Oberösterreich fort, solle es aber zumindest für einige Jahre. Nach sieben Jahren in Wien fühle sich die Rückkehr an wie eine Katze, die sich in eine kleine Schachtel zwängt und darin seltsam glücklich ist“.

Über das Buch

Der Titel „Wannst net fort muasst, so bleib?“ geht auf eine Zeile aus der oberösterreichischen Landeshymne zurück. Das Fragezeichen war mir wichtig. Es öffnet einen Dialog: Was heißt es zu bleiben, was heißt es zu gehen? Die Autorinnen erzählen sehr persönlich von Aufbruch und Rückkehr, von Zweifeln und Entscheidungen. Heimat erscheint darin als Landschaft, als konkreter Ort, als Beziehung oder als innerer Raum, den man in sich trägt. Der Satz: «Heimat kann man nicht abstreifen wie einen alten Mantel». bringt es schön auf den Punkt. 

Mit Beiträgen von:

Corinna Antelmann
Verena Dolovai
Angela Flam
Ursula Giannoni-Prameshuber
Marlene Gölz
Eva Grübl
Susanne Huber
Doris Kloimstein
Julia Kröhn
Gabi Kreslehner
Ida Liebetseder
Martina Anna Linortner
Karina Luger
Christina Mack
Dominika Meindl
Ulrike Moshammer
Renate Perfahl
Christa Prameshuber
Elisabeth Vera Rathenböck
Ingrid Rauchberger
Marion Reisinger
Barbara Rieger
Gerlinde Riegler-Aspeltmayr
Katharina Riese
Arianna Roider
Marlen Schachinger-Pusiol
Barbara Schinko
Gerda Sengstbratl
Claudia Taller
Verena Traeger
Johanna Tschautscher
Marion Wisinger

Was andere über das Buch sagen

Abenteuer beginnen meistens im Kopf – und bleiben dort dann oft stecken! Bei Christa  Prameshuber ist das anders. „Neugier ist der Schlüssel zur Freiheit“ – ein Zitat auf ihrer Kreuzwegstation 4 (Seite 34) bezeichnet das Wesen der Autorin. Sie hat sich den Schlüssel zum Turmzimmer im Mariendom in Linz beschafft, der sie über hunderte von Stufen zur inneren Freiheit führt. Ihre Gedanken haben sich in Wortblumenbeete verwandelt, die auf dem Papier dahinschlängeln (Seite 61).
Rosemarie Streicher, Zürich
Die persönliche Geschichte aus dem Turmzimmer hat mich fasziniert. Kompliment – es ist auch ein wunderschön gestaltetes Buch mit den Fotos, die den Text bereichern. Ich weiss, ich könnte nicht alleine die Nächte in dieser grossen Kirche verbringen. Aber so ein Retreat, mal eine Woche oder mehr an einem fremden Ort, nur auf mich selbst und meine Schreiben fokussiert – das wäre verlockend…
Ursula Pecinksa, Basel

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