„Sei exzentrisch, frei und vorlaut.“ „Stell‘ Fragen, das macht g’scheit.“ „Lass dich von niemandem kleinmachen.

Das waren die Ratschläge meiner drei rebellischen Großtanten. Ich habe sie ernst genommen und über jede von ihnen ein Buch geschrieben.

Ich schreibe über Menschen, die mich nicht loslassen, solche, die ich kannte, die ich beobachtet habe oder über die mir jemand erzählt hat.

Mein Weg zur Literatur war alles andere als geradlinig. Nach einer internationalen Karriere bei der UNO und in der Privatwirtschaft begann ich erst in der Mitte des Lebens zu schreiben. Vielleicht brauchte ich all das vorher, um die richtigen Fragen zu stellen.

Sieben Tage Eremitin im Turmzimmer des Linzer Mariendoms. Keine Ablenkung, keine Ausrede. Nur die Stille, der ich nicht ausweichen konnte. Und nicht wollte.

Seither: Romane, Kurzgeschichten, Anthologien. Weit über hundert Lesungen in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien.

Ich bin Oberösterreicherin, lebe seit über dreißig Jahren in der Schweiz und wohne, wie so vieles in meinem Leben, in mehreren Welten gleichzeitig.

Wer mich bei einer Lesung sucht: ich bin die in Rot.

Im Herbst 2026 bin ich mit jeweils einer Erzählung in zwei Anthologien vertreten.

Wie begegnet man dem Leben bis zuletzt mit Charme?

Autorinnen und Autoren über 65 erheben ihre Stimme zum Älterwerden – humorvoll, nachdenklich, aufmüpfig. In meiner Geschichte «Massimo» rätseln bei Adeles Beerdigung alle über einen geheimnisvollen Verehrer – bis sich am Ende ein letzter, liebevoller Streich ihrer besten Freundin entpuppt.

Was geschieht eigentlich zwischen Ankunft und Abfahrt?

Rund dreissig Autorinnen und Autoren spüren dem Bahnhof als Ort des Lebens nach – wo Liebende sich verabschieden und Menschen einen Neuanfang wagen. Mein Beitrag «Achtundsechzigtausend Kilometer» erzählt von einer jungen Frau, die 1990 mit einem Koffer voller Zweifel in den Zug von Wien nach Genf steigt.

Im Frühjahr 2026 erschienen:

Der Titel zitiert eine Zeile aus der oberösterreichischen Landeshymne „Hoamatland „, ein Satz, der mich seit der Kindheit begleitet. Weil ich selbst gegangen bin, wie einige der Autorinnen, kommt das Fragezeichen hinzu: als offener Dialog zwischen Bleiben und Aufbrechen.

32 Stimmen zeigen, was Heimat sein kann: Wurzel, Ausgangspunkt oder innerer Raum, den man mit sich trägt. Die Autorinnen sind zwischen 20 und über 80 Jahre alt und genau diese Vielstimmigkeit macht den Charakter des Buches aus.

Warum werden die Schuhe einer gefeierten Opernsängerin einzeln nach New York geschickt? Welche Rolle spielen elegante Herrenschuhe bei den Beutezügen eines italienischen Trickbetrügerpaars? Und was hat es mit den eingemauerten Kinderschuhen in einem Zürcher Altstadthaus auf sich?

Dieses Buch voller Geschichten gibt Antworten: spannend, berührend, humorvoll, nachdenklich, manchmal dystopisch. Schuhe stehen darin nicht am Rand. Sie sind die Hauptdarsteller.

Mein literarisches Jahr 2026

2026 ist ein reiches Jahr. Im Februar erschien im Zürcher Aris Verlag die Anthologie Ich erröte vom Schaft bis zur Sohle – Schuhgeschichten, im März folgte im Linzer Trauner Verlag Wannst net fort muaßt, so bleib? Autorinnen aus Oberösterreich erzählen – beide als Mitherausgeberin.

Im Herbst erscheinen zwei weitere Anthologien mit eigenen Erzählungen. Dazwischen: Lesungen in Linz, Salzburg, Wien, Innsbruck, Zürich, Meran und Basel.

2025 erschienen:
Stille Rebellinnen. Persönliche Geschichten aus dem Turmzimmer

Wie klingt Stille in 68 Metern Höhe?

Im Februar 2024 verbrachte ich als 319. Turmeremitin eine Woche im Linzer Mariendom. Sieben Tage in Stille und Einsamkeit – sie wurden zu meinem persönlichsten Buch.

Nächtliche Streifzüge durch den Dom, die Tagebücher früherer Eremiten, das Schreiben mit Tinte und Feder: Diese Zeit hat mich tief geprägt. Und mir gezeigt, wie magisch Stille bewirken kann.

Bereits die 3. Auflage:
„Fragen hätte ich noch – Geschichten von unseren Großeltern“

Was bleibt von unseren Großeltern in uns zurück?

Dreißig Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erzählen von ihren Großmüttern und Großvätern – persönlich, berührend und oft tief bewegend. In den Erinnerungen spiegeln sich die emotionalen Spuren des 20. Jahrhunderts wider, Geschichten, wie sie in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Die bisherigen Lesungen haben gezeigt, wie sehr dieses Thema Menschen berührt.

Mein Grossvater und ich circa 1964

Die Trilogie

Buchcover "Die Liebesdeserteurin"

Die Liebesdeserteurin

Erschienen 2023 im Trauner Verlag

Das mit der Liebe ist alles ein Schwindel - Buchcover

Das mit der Liebe ist alles ein Schwindel

Erschienen 2020 im Trauner Verlag

Die Meisterin - Buchcover

Die Meisterin

Erschienen 2018 im Trauner Verlag

Die drei Rebellinnnen - Trilogie Schuber

Jetzt erhältlich:
Die Trilogie im Schuber

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