“Wannst net fort muaßt, so bleib” erscheint am 9. März

Der Titel „Wannst net fort muaßt, so bleib?“  zitiert eine Zeile aus der oberösterreichischen Landeshymne Hoamatland, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Weil ich, wie einige der Autorinnen, selbst gegangen bin, kommt das Fragezeichen hinzu: als offener Dialog zwischen Bleiben und Aufbrechen, zwischen äußerer und innerer Heimat.

Die 32 Texte zeigen unterschiedliche Perspektiven auf Heimat: als Ort der Verwurzelung, als Ausgangspunkt für Bewegung oder als inneren Raum, den man mit sich trägt. Diese Vielstimmigkeit prägt den Charakter des Buches. Die Autorinnen sind zwischen 20 und über 80 Jahre alt, das eröffnet einen weiten Rahmen und vielfältige Perspektiven.

Im Februar 2026 im Arisverlag erschienen

Warum werden die Schuhe einer gefeierten Opernsängerin einzeln nach New York geschickt? Welche Rolle spielen elegante Herrenschuhe bei den Beutezügen eines italienischen Trickbetrügerpaars? Und was hat es mit den eingemauerten Kinderschuhen in einem Zürcher Altstadthaus auf sich?

Die Antworten finden Sie in diesem Buch voller Geschichten, spannend, berührend, humorvoll, nachdenklich, manchmal auch dystopisch. Schuhe stehen darin nicht am Rand, sie sind die Hauptdarsteller, Dreh- und Angelpunkte der Handlung.

Mein literarisches Jahr 2026

In den letzten Jahren hat sich meine literarische Reise erweitert. Am Anfang standen drei Frauenbiografien über meine Großtanten – ihre Stärke, Originalität und ihr liebenswertes Rebellinnentum. Beim Ordnen von Fotos und Geschichten wuchs mein Interesse, Lebenswege erzählerisch sichtbar zu machen.

Ein anderer Raum öffnete sich im Turmeremitenzimmer des Linzer Mariendoms. Eine Woche lebte und schrieb ich dort in 68 Metern Höhe: unter mir die Stadt, über mir das Glockengeläut, dazwischen Stille. Daraus entstand ein persönliches Buch über Rückzug und erfrischende Selbstreflexion.

Eine neue Richtung nahm meine Arbeit mit dem Kurzgeschichtenband „Fragen hätte ich noch – Geschichten von unseren Großeltern“ (Rotpunktverlag, Zürich). Die Zusammenarbeit mit Wolfram Schneider-Lastin wurde zum Wendepunkt: Zum eigenen Schreiben kam die Arbeit als Herausgeberin und Mitherausgeberin und die Freude an gemeinschaftlichen Projekten.

2026 ist ein intensives Jahr: Als Mitherausgeberin erschien im Februar im Zürcher Arisverlag „Ich erröte vom Schaft bis zur Sohle – Schuhgeschichten“. Im März folgt im Linzer Trauner Verlag meine Anthologie Wannst net fort muaßt, so bleib? Autorinnen aus Oberösterreich erzählen. Sie versammelt eigens entstandene, oft persönliche Texte oberösterreichischer Autorinnen (20–80) zu Heimat, Aufbruch und Bleiben.

Zusätzlich bin ich mit Kurzgeschichten in zwei Herbst-Anthologien vertreten: „Das unendliche Tagebuch“ und „Bahnsteig 1 – Geschichten von Ankunft und Abschied“. Diese Arbeit verbindet mein Schreiben mit einem vielstimmigen Dialog und eröffnet eine neue Facette meiner literarischen Arbeit.

Lesungen & Auftritte 2026

Alle genauen Termine finden Sie im Terminkalender.
So viel sei vorab verraten: Am 16. Februar 2026 um 20:15 Uhr sehen Sie auf ORF 2 einen Beitrag über mich als Turmeremitin im Linzer Mariendom in der Sendung „Gesund in Österreich – Die Kraft der Lebensfreude“.

Im März und April führen mich zwei Lesereisen durch die Schweiz (Orell Füssli, Zürich) und nach Österreich (Schuhmuseum Linz, Café Museum Wien).
Im Juli folgen zwei besondere Auftritte: beim Lesefest in Wels sowie eine Lesung in der Villa Freischütz in Meran

2025 erschienen:
Stille Rebellinnen. Persönliche Geschichten aus dem Turmzimmer

Im Februar 2024 verbrachte ich eine besondere Woche als 319. Turmeremitin im Linzer Mariendom, eine Erfahrung, die mich tief geprägt hat. In 68 Metern Höhe erlebte ich sieben Tage der Stille und Einsamkeit, die ein Feuerwerk an Gedanken und Erkenntnissen auslösten.

Es ist mein persönlichstes Buch geworden. Die nächtlichen Streifzüge durch das dunkle Kirchenschiff fühlten sich an wie Expeditionen in eine andere Welt. Beim Lesen der Eremitentagebücher, die frühere Eremiten hinterließen, fand ich Inspiration und schrieb selbst 35 Seiten mit Tinte und Feder in mein eigenes Tagebuch.

Diese Tage im Turm haben mir gezeigt, wie magisch Stille sein kann. Ohne Ablenkung, ohne digitale Welt, kommt man bei sich selbst an.

Bereits die 3. Auflage:
„Fragen hätte ich noch – Geschichten von unseren Großeltern“

Die Geschichten berühren und laden zum Innehalten ein. Dreißig Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erzählen in diesem Buch vom Leben ihrer Großväter und Großmütter.

Aus der Perspektive der Enkel betrachtet, offenbaren diese Erinnerungen die emotionalen und teils traumatischen Spuren, die über Generationen hinweg nachwirken. Vielschichtig und tief bewegend spiegelt sich darin das bewegte 20. Jahrhundert wider.

Das Ergebnis ist eine Sammlung sehr persönlicher Erzählungen, die unter die Haut gehen – Geschichten, wie sie in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Die bisherigen Lesungen haben ein überwältigendes Echo hervorgerufen, denn dieses Thema berührt etwas in uns allen

Lesung am 14.12.2023 im Weissen Wind, Zürich (Foto Renée Kilcher)

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Erschienen 2023 im Trauner Verlag

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Erschienen 2020 im Trauner Verlag

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Erschienen 2018 im Trauner Verlag

Die drei Rebellinnnen - Trilogie Schuber

Jetzt erhältlich:
Die Trilogie im Schuber

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